Archiv für den Monat: April 2007

Historisch wertvolle Einrichtung

Die Altstadt- Apotheke ist seit Generationen im Familienbesitz und natürlich allen Rathenowern ein Begriff. Heute wird in einer hochmodernen Einrichtung für das Wohl der Einwohner gesorgt, aber man kann zwei Apothekeneinrichtungen früherer Zeiten ansehen.Diese ist etwa hundert Jahre alt. Man kann sie durch das große Schaufenster in der Steinstraße bewundern.

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Interessant sind viele liebevoll gestaltete Details.

Die andere Einrichtung hat knapp150 Jahre auf dem Buckel. Beide wurden vor einigen Jahren liebevoll restauriert.

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Auch darüber kann der Apotheker Dr. H. H. Schultze sehr viel Interessantes und Wissenswertes erzählen.cimg0140.JPG

Noch mehr Leerstand

Bis zur Wende erfüllte dieses Gebäude der Sparkasse seinen Zweck.cimg0021.JPG

Dann musste ein repräsentativer Neubau her und seitdem findet sich kein Nutzer für das alte Haus.cimg0022.JPG

Muss doch auch deprimierend sein, wenn man aus dem schmucken Neubau guckt und immer das unscheinbare, mickrige Häuschen sieht.

Was wir gewonnen haben

Am 20. März war im Brandenburg-Blog zu lesen, was wir verloren haben. Ich möchte heute ergänzen, was wir gewonnen haben. Zum Beispiel hatten wir vor der Wende eine Warteliste im Wohnungsamt. Junge Ehepaare oder Familien mit Kindern, die eine Wohnung brauchten, kamen auf eine Liste und ihnen wurde, wenn vorhanden, eine entsprechende Wohnung zugewiesen. Heute haben wir neben massenhaft leerstehenden Wohnungen sogar ein Obdachlosenheim.

Ruinen in der Stadtmitte

Wenn nun schon mal das Thema verfallende Gebäude angesprochen wird, will ich gleich, wie vor kurzem versprochen, meinen Teil dazu beitragen. Von den Gebäuden auf der Magazininsel bekommt ja nicht jeder Besucher der Stadt etwas mit. Aber die vor sich hingammelnden ehemaligen Fabrikgebäude der Rathenower Optischen Werke ROW mitten in Rathenow fallen jedem auf.

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Da nützt auch nicht der Blick auf das herausgeputzte Rathaus gleich nebenan. Das lässt die leerstehenden Fabrikgebäude höchstens noch schlimmer erscheinen.
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Der Fielmann-Deal

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Kaum einer weiß, dass vor Jahren die Stadt Rathenow mit Herrn Fielmann nicht nur Geschäfte mit dem Bau und damit der Anmietung der Stadtverwaltung Rathenow gemacht hat (was übrigens die Stadtkasse sehr ins schleudern bringt…),  sondern auch diverse Grundstücke für den obligatorischen Wert von 1 Euro an ihn verkauft hat. Nur ein Beispiel dazu ist der Mühlendamm(am mittleren Wehr). Die Gebäude mitsamt Grundstücken (auf der linken und rechten Seite !) hat dieser erworben. Das alte Klinkergebäude (ehemals VEB Reißverschluss), dass direkt an der Havel steht, steht unter Naturschutz. Damit wird eine Sanierung sehr teuer – was Herr Fielmann aber scheinbar nicht vor hat. Denn wenn es verfallen ist, kann man es auch abreissen – und das ist nun fast soweit…. Die Grundstücke werden dann vermutlich weit über Durchschnitt verscherbelt (kann man sich ja vorstellen, bei Wassergrundstücke direkt an der Havel…). Soweit sogut …. Mal wieder ein sehr schönes Beispiel wie unsere gewählten Oberbonzen mit Grundstücken in wirklich prächtiger Lage umgehen…. Es geht diesen Leuten wirklich nicht um das Vermächtnis unserer sehr schönen Stadt!!! 

Eiertrudeln

In vielen Gegenden ist das Eiertrudeln nicht nur bei den Kindern eine beliebte Beschäftigung zu Ostern. Die Ostereier müssen dazu in einer mehr oder weniger aufwändig hergestellten Bahn bergab rollen, fallen manchmal in eine Grube, die jemand heimlich angelegt hat oder treffen auf einen liegengebliebenen Konkurrenten. Sieger ist, wessen Ei am längsten unbeschadet durchgehalten hat. In Rathenow treffen sich die Leute dazu auf dem Weinberg, aber auch der Hexenberg, der Rauhe Berg, der Göttliner und der Steckelsdorfer Berg sind beliebte Oster-Ausflugsziele.

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Noch steht der Göttliner Berg verlassen da, aber das wird sich bald ändern.

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Osterbräuche

In der Uckermark, wo ich geboren wurde, war es üblich, dass die Kinder am Ostersonntagmorgen mit Birkenzweigen „stiepen“ gingen. Wir schlugen dazu mit diesen Zweigen leicht auf die Nachbarn ein und sprachen dazu folgenden Spruch: „Stiep, stiep Osterei, giwst du mi keen Osterei, denn stiep ick di dat Hemd enzwei.“ (…gibst du mir kein Osterei, dann schlag ich dir das Hemd entzwei). Das musste man natürlich nicht, denn es gab Ostereier. Daran muss unsere Familie immer wieder denken: Da wir ja Tiere zu versorgen hatten, wurde auch sonn- und feiertags immer sehr früh aufgestanden. Trotzdem gelang es mal einer Kusine von mir (sie mag damals 13 oder 14 Jahre alt gewesen sein), die ganze Familie zu wecken. Sie war durch ein sehr kleines Stallfenster eingestiegen und war in dem Jahr allererste beim Stiepen. Mit den erhaltenen und noch zu Hause gefundenen Ostereiern gingen dann die Kinder in den ehemaligen Gutspark zum Eiertrudeln. Diesen Brauch pflegen auch die Havelländer.

Hoch lebe Knut!

Es wird mir doch heute erst bewusst, was ich mal wieder für ein Superschnäppchen gemacht habe, als ich vor mehr als einem Jahr auf einem Basar für vielleicht 50 Cent einen kleinen Eisbären erworben habe. Heute kann ich ein Kind damit glücklich machen, denn nun hat mein Kleiner sogar einen Namen: Knut. Oder sollte ich ihn lieber bei e-bay anbieten? Nein, ich weiß schon, wer sich darüber freuen wird.

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Jugendliche auf dem Kreuzweg

Seit gestern sind Jugendliche aus dem Havelland mit dem evangelischen Pfarrer Christoph Seydlich unterwegs auf einem Kreuzweg durch Städte und Gemeinden. Start war in der Kirche in Grütz mit einer Andacht. Danach ging es mit dem 2×3 m großen Holzkreuz auf einer Strecke von gut vier Kilometern zur Göttliner Kirche. Dort wurde heute nach dem Morgengebet aufgebrochen, um die frisch sanierte Steckelsdorfer Kirche aufzusuchen. Nach der dort abgehaltenen Andacht ging es weiter nach Rathenow. Hier waren die Sankt-Marien-Andreas-Kirche und der Bismarckturm auf dem Weinberg Stationen. Am Abend ging es noch zur katholischen Kirche Sankt Josef in Steckelsdorf-Ausbau. Die längste Etappe haben die Jugendlichen, die alle abwechselnd das Kreuz tragen, morgen vor sich. Dann geht es über 15 km von Steckelsdorf-Ausbau mit einem Zwischenstopp beim Forsthaus Hohenheide bis nach Vieritz. Am Karfreitag führt der Kreuzweg die Teilnehmer schließlich nach Milow zur Fachwerkkirche.
Wer nicht selbst teilnehmen kann, sich aber für diese Aktion der Jugendlichen und ihres Pfarrers interessiert, kann auch die Nachrichten auf RBB ansehen. Dort wird jeden Abend bei RBB-aktuell ab 19.30 Uhr darüber berichtet.

Sportvereine

Am 26. März schrieb Maya im Rathenow-Blog, dass die Hallennutzungsgebühren für die Schwimmhalle erhöht werden sollen und darum auch mal wieder die Beiträge angehoben werden müssen. Es wird immer wieder über „die Jugend“ gewettert, aber dass sich viele einfach kein vernünftiges Hobby mehr leisten können, scheint einigen verborgen zu bleiben. Durch mehr Mitglieder, die die Räume effektiver nutzen könnten, wären viele von der Straße weg und hätten gleichzeitig eine sinnvolle Beschäftigung. Wie gut geht es da den Vereinen, die nicht unbedingt auf eine richtige Sporthalle angewiesen sind und die hoffentlich langfristig ihre Mietverträge gesichert haben. Ich denke da zum Beispiel an den Judosportverein. Dieser nutzt seit einiger Zeit einen ehemaligen Lebensmittelkonsum in der Großen Milower Straße als Trainingsstätte.

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Vielleicht sollten die Schwimmer über Sommer wie zu alten Zeiten die Havel nutzen und die Rathenower Wärmeversorgung als Schwimmhallenbetreiber ganz auf dem Trocknen sitzen lassen. Es ist zu Anfang immer wieder betont worden, die Gebühren würden nicht erhöht. Heute stimmt das alles nicht mehr. Zuerst wurden die Zeiten bei gleichen Gebühren einfach verkürzt, nun sollen auch die Preise erhöht werden. Auch das Angebot stimmt längst nicht mehr. Jahrelang konnten wir beispielsweise sonntags schon ab acht Uhr die Halle nutzen. Wenn jetzt erst ab neun oder noch später geöffnet wird, ist es oft so voll, dass es einfach keinen Spaß mehr macht, wenn man ständig fremde Beine in die Seite bekommt.

Glückliche Rinder

Bevor wir uns wieder den Alltagsproblemen der Menschen zuwenden, wollen wir doch noch zeigen, dass wenigstens für viele Rinder im Havelland glückliche Zeiten angebrochen sind.

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Rind, was willst du mehr?

Sonnenanbeterin

Diese Ringelnatter hatte sich für ihr Sonnenbad keinen ungefährlichen Platz ausgesucht. Sicher war die Schwarzdecke des Radweges besonders warm, sodass sie sich dort eine ganze Weile aufhielt.cimg0099.JPG
Danach verschwand sie aber wieder zwischen Gras und Laub. Insgesamt haben wir drei Ringelnattern gesehen. In wenigen Monaten werden es wesentlich mehr sein, die über den Radweg wollen. Leider werden das einige wieder mit ihrem Leben bezahlen müssen.cimg0100.JPG

Sonntags-Radtour

Das Wetter musste man einfach für eine Radtour nutzen. Sie führte uns auf dem Havellandradweg nach Grütz, kurz vor der Grenze zu Sachsen-Anhalt. Unmittelbar vor der Grützer Wochenendsiedlung befindet sich ein Aussichtspunkt zur Naturbeobachtung. cimg0107.JPG

Augenblicklich sind die Havelwiesen noch überschwemmt und damit ein idealer Tummelplatz für Schwäne, verschiedene Gänse- und Entenarten. Auch einen Silberreiher haben wir gesehen, leider nicht aufs Foto bekommen.cimg0105.JPG

Das legendäre Steckelsdorfer Eis

Das Steckelsdorfer Eis ist garantiert selbst gemacht und über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Da steht man einem solchen Sonntagnachmittag doch gern mal ein Weilchen an in vorfreudiger Erwartung. Die Warteschlange hier ist noch kurz. Wenig später war sie schon wesentlich länger. In der Umgebung parkten 38 Pkw, dazu gesellten sich noch diverse Fahrräder.

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