Rathenow-Blog: Das Weblog von Rathenowern für Rathenower

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Sa
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Apr '07

Adel schützt vor Dummheit nicht

Oder sollte man es besser als Dreistigkeit und Profitgier bezeichnen, was sich da zum zweiten Mal in den Wäldern um Lochow abspielt? Im Mai 2000 hatte Christoph von Bredow, Erbe eines Besitzes, Bäume fällen lassen, in denen sich eine Graureiherkolonie befand. Damals wurden 15 tote Jungvögel gefunden. Der Herr Waldbesitzer kam tatsächlich ungeschoren davon, weil er behauptet hatte, die Waldarbeiter hätten entgegen seiner Anordnung diese Bäume gefällt. Erst im Jahr 2004 waren die Graureiher in die Nähe der damals zerstörten Brutkolonie zurückgekehrt. Und nun besitzt genau dieser Herr von Bredow die Dreistigkeit, wieder die Bäume mit den Horsten fällen zu lassen. Dieses Mal fanden Mitarbeiter der Staatlichen Vogelschutzwarte Buckow 16 zerstörte Horste und unzählige zerbrochene Eier.
Hoffen wir, dass diesem Treiben von höherer Stelle endlich ein Riegel vorgeschoben wird. Solchen Erben hätte man ein Ersatzgrundstück auf dem Mond oder noch besser auf dem Mars geben sollen.

Unnormal

In den Wäldern um Falkensee haben Jäger und Forstarbeiter in letzter Zeit mehrfach Wild gefunden, das von Pfeilen getroffen schwer verletzt oder getötet wurde. Bereits Anfang Januar 2006 war ein Mann aus Spandau aufgefallen, der mit Pfeil und Bogen in den Wäldern des Berliner Umlandes unterwegs war. Er war damals von der Polizei vernommen worden. Da er aber nicht auf frischer Tat erwischt wurde, konnte ihm leider nichts nachgewiesen werden. Bevor noch mehr Tiere oder sogar Menschen zu Schaden kommen, sollte man die Pfeile vielleicht gründlicher untersuchen. Es müsste doch Spuren geben, die dem Täter eindeutig zuzuordnen wären, wenn dieser vermutlich bekannt ist.

Unsere Sommergäste sind da

Vor drei Tagen habe ich sie das erste Mal flüchtig gesehen: Unsere Schwalben sind wieder da und haben mit Zwitschern ihr altes Nest besetzt.

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Eine Rauchschwalbe auf einer Weide.

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Leider haben wir nur noch ein Schwalbenpaar. Vor zwölf Jahren, als unser Haus gerade fertig war, hatten wir insgesamt 31 bewohnte Mehlschwalbennester unter dem Dach. Um nicht ständig von oben bekleckert zu werden, hatten wir ein Brett unterhalb der Nester angebracht. Danach wurden es leider von Jahr zu Jahr weniger Brutpaare.
Auch ein Kuckuck war heute früh zum ersten Mal in diesem Jahr hier zu hören.