Archiv für den Monat: März 2007

22 Einbrüche seit Jahresbeginn

Im vergangenen Jahr kam es im Schutzbereich Havelland zu 197 Einbrüchen in Wohnungen und Einfamilienhäuser. Das war eine positive Entwicklung im Vergleich zu den Vorjahren. Im Jahr 2004 wurden noch 331 Einbruchsdiebstähle registriert. Nun sind bis Anfang März bereits 22-mal Einbrecher in private Wohnungen oder Gebäude eingedrungen. Sechs Taten geschahen in der Stadt Falkensee und 13 im Bereich Dallgow-Döberitz. Der Wert des Diebesgutes beträgt schon für dieses Jahr über 100.000 Euro. Auffällig ist, dass die Täter schon eine kurzzeitige Abwesenheit der Bewohner ausnutzen. Die Polizei bittet deshalb um besondere Aufmerksamkeit. Erschwerend für die Ermittler ist die Tatsache, dass es sich im Berliner Umland um ein Gebiet handelt, wo die Nachbarn sich kaum kennen und deshalb fremde Personen nicht bemerken.

Zu früh gefreut

In der Basketball-Oberliga verloren die Herren von Optik Rathenow gegen Lauchhammer 77:83. Noch stehen unsere Jungs auf dem dritten von vier Plätzen. Wir drücken die Daumen und strengt Euch an!

Bundestagsinfomobil

Ein Infomobil des Deutschen Bundestages steht augenblicklich in Rathenow auf dem Märkischen Platz. Noch morgen haben die Einwohner und vor allem wohl Schulklassen die Gelegenheit zur umfassenden Information. Und soweit ich das beobachten konnte, wurde diese auch reichlich genutzt.

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Kaiserbahnhof

Rechtzeitig zur Landesgartenschau wurde im vergangenen Jahr der Kaiserbahnhof rekonstruiert. In ihm befindet sich eine Touristeninformation. Außerdem können dort Dauerkarten für den Optikpark sowie Angelkarten und Fischereiabgabemarken erworben werden. Seit dem ersten Februar soll es möglich sein, gebrauchte Bücher und Zeitschriften zu tauschen. Jeder, der zwei Teile bringt, kann ein anderes dafür mitnehmen. Auch Bücherspenden sind willkommen. Die Touristeninformation ist von Montag bis Freitag von 9 bis 15 Uhr geöffnet.

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So sind nun also Hauptbahnhof und Kaiserbahnhof in einem ansehnlichen Zustand und trotzdem verstummen kritische Stimmen nicht. Zum einen geht es um den Service der Bahn im Allgemeinen, aber zum Beispiel auch darum, dass keine öffentlich zugänglichen Toiletten vorhanden sind. Es bleibt noch einiges zu tun.

Noch ist es mir vergönnt zu schreiben

Ja, noch kann ich auf die Tasten tippen. Mal sehen, wie lange noch. Heute früh etwa 6.50 Uhr wollte mich in Rathenow-West vor der blauen (keine Schleichwerbung) Tankstelle mal wieder ein Pkw mitnehmen. Ich fuhr auf dem rechten Radweg Richtung Stadtmitte, der Pkw kam von dort und kreuzte als Linksabbieger meinen Weg. Glücklicherweise waren wir beide reaktionsschnell und hatten funktionierende Bremsen. Lieber Herr mit BW… gucken Sie nicht nur auf ihr Zielobjekt, sondern auch auf andere Verkehrsteilnehmer.
Dem Wiesel unten hat sein sprichwörtliches Tempo kein Glück gebracht. Er lag heute auf der Friedensbrücke. Leute nehmt Rücksicht!

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Eigentümer „verewigt“

Die Rathenower Wohnungsbaugenossenschaft hat für alle sichtbar dargestellt, wem die Grünfläche und die Krokusse gehören. Unbestritten ist es ein Blickfang in der Steinstraße. Schade, dass diese Pracht nicht lange vorhält. Aus dem Grunde habe ich sie auch mit der Kamera eingefangen.

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Erster Sieg in der Meisterrunde

Im dritten Anlauf schafften die Rathenower Basketballer den ersten Sieg in der Meisterschaftsrunde der Oberliga. Nach zwei Niederlagen zu Beginn der Playoffs besiegte der SV Optik Rathenow die Gäste vom USV Potsdam mit 65:55. Stahnsdorf II und Lauchhammer trennten sich 100:66, Basket Brandenburg und BG Schwedt spielten 65:56. Damit weist die Tabelle der Meisterrunde folgenden Punktestand aus:
1. RSV Stahnsdorf II 3 262:218 4:2
2. BG Lauchhammer 3 245:245 4:2
3. Optik Rathenow 3 219:242 2:4
4. USV Potsdam 3 198:219 2:4
gelesen in der MAZ

Tierquälerei

Am 1.März berichtete die Märkische Allgemeine von einem besonders schlimmen Fall von Tierquälerei. Am Grünauer Weg in Rathenow waren Anwohner vom jämmerlichen Kreischen eines Tieres auf seine Qualen aufmerksam geworden. Als das Schreien nicht endete, sah jemand nach und fand in einem Garten eine Katze mit einer Falle, einem so genannten Schlageisen, am Bein. Der Mann informierte sofort den Tierschutzverein und entfernte inzwischen selbst die Falle. Jutta Schütze, Vorsitzende des Tierschutzvereins, erklärte, das Tier habe wahnsinnige Schmerzen und Todesangst gelitten. In der Tierklinik, in die das Tier gebracht wurde, konnte man das Bein nicht mehr retten. Es musste amputiert werden. Leider ließ sich nicht feststellen, wo das Tier in die Falle geraten war.
Das erinnert mich ganz stark an ähnliche Vorfälle, die wir zwischen 1986 und 1996 in der Wolzenstraße erlebt haben. In dem genannten Zeitraum sind uns insgesamt zehn Katzen auf unterschiedliche, aber meist sehr grausame Weise umgebracht worden. Da unsere Wohnung an der Ecke zum Grünauer Weg lag, kann es sein, dass noch immer der selbe Tierquäler dort sein Unwesen treibt. Von unseren Katzen haben wir keine Fotos, aber ich habe eins von einer Katze,der es vor einigen Jahren ähnlich ergangen sein muss. Sie hat sich inzwischen gut an die Situation mit drei Beinen angepasst.

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Oft ein Wunder,dass es nicht häufiger kracht

Nun habe ich ja schon ein paarmal auf rücksichts- oder gedankenloses Fahrverhalten einiger Verkehrsteilnehmer hingewiesen. Mit Sicherheit gibt es sie in oder auf jeder Art von Fahrzeug. Fest steht aber auch, dass Radfahrer und Fußgänger die schwächsten Teilnehmer sind. Und so frage ich mal, warum manche der stärkeren Verkehrsteilnehmer so gedankenlos in ihren Fahrzeugen sitzen. Dazu zwei Beispiele vom gestrigen Tag: Am Vormittag fuhr tatsächlich ein Fahrschul-Pkw mit dem Fahrschüler hinter dem Lenkrad auf den Grünstreifen neben dem Parkplatz am Grünauer Fenn, um einen Fahrerwechsel vorzunehmen. Wenn also solche Unsitte heute schon während der Fahrschulausbildung praktiziert wird, braucht sich doch niemand mehr zu wundern, dass das Rowdytum immer mehr zunimmt. Der zweite Vorfall, über den ich schreiben will, passierte gegen 16 Uhr auf dem Geh- und Radweg vor der Postfiliale in Rathenow-West. Zu der Zeit fuhr ein Pkw-Kombi mit relativ hoher Geschwindigkeit im Rückwärtsgang von der Poststelle auf den Gehweg. Da macht man als Radfahrer mal wieder eine Vollbremsung. Es hätte zu der Zeit aber auch ein Kind oder ein älterer Mensch dort sein können. Die Stelle ist wirklich sehr schwer einzusehen. Und wenn Fahrzeuge auf der Straße fahren, hört man auch nicht immer, dass von dem Grundstück sich ein Fahrzeug nähert. Ich habe vor vielen Jahren von meinem Fahrlehrer immer wieder gehört: Vor dem Geh- und Radweg ist grundsätzlich zu halten. Nun frage ich, warum müssen Fahrzeuge hier überhaupt bis direkt vor die Poststelle fahren, wenn sie nicht in der Lage sind, auf dem Grundstück zu wenden um damit die Gefahr eines Zusammenstoßes schon mal gewaltig zu verringern. Schräg gegenüber befindet sich eine Tankstelle, wo man während einer Erledigung in der Post kurzzeitig sein Fahrzeug parken könnte oder in einer der angrenzenden Seitenstraßen. Kann denn niemand mehr ein paar Schritte laufen?

Veränderungen in der Stadt

Wenn man mit offenen Augen durch die Stadt geht, fallen einem schon eine Menge positiver Veränderungen auf. So sind in den zurückliegenden Jahren viele Häuser saniert worden, darunter auch mehrere, für die man die Hoffnung längst aufgegeben hatte. Ich denke da besonders an die Gebäude auf dem Kirchberg oder in der Altstadt. Besonders gelungen sind auch die Rekonstruktion des Torhauses auf dem Friedhof und des Schleusenwärterhauses. Was mich jedoch wütend macht, ist die Tatsache, dass einige Schmierfinken an frisch renovierten Häusern ihre Spuren hinterlassen müssen. Und geht man mal sonntags über den Märkischen Platz, dann weiß man vor Scherben kaum, wo man ungefährdet laufen kann. Das hinterläßt bei Besuchern bestimmt keinen positiven Eindruck. Wie wäre es, die Verursacher nach der Disko zu ermitteln und dann am Sonntagvormittag öffentlich fegen zu lassen?

Umfrage aus dem Rathaus

Kürzlich erhielten alle Haushalte einen Fragebogen, in dem jeder seine Meinung zur Entwicklung der Stadt äußern kann. Leider waren die Antwortmöglichkeiten nicht sehr weit gefächert. So konnte man immer bloß ankreuzen: trifft voll zu, trifft eher zu…….bis trifft nicht zu. Ich denke schon, dass es daran liegt, dass es ja hinterher auch ausgewertet werden soll. Viele Menschen würden vielleicht auch nicht mitmachen, wenn sie mehr schreiben müssten. Aber hier bekommt man doch keine Anregungen von der Bevölkerung. Gut, es gab mal eine Zeit lang solch eine Aktion: Zukunft im Stadtteil, aber da hatten auch nicht alle die Gelegenheit sich zu informieren oder ihre Meinung zu bekunden. Wer den ganzen Tag arbeitet und das eventuell außerhalb, der kommt doch kaum zu solchen Dingen.

Hoffentlich bald Qualmverbot

Heute waren wir nach langer Zeit mal wieder essen, mittags beim Chinesen. Das Essen war gut. Was mich und sicher auch andere gestört hat, war der Qualm schon zur Mittagszeit. Am großen runden Tisch saß eine Familie samt Uroma und Kleinkind. Genau gegenüber wurde geraucht, auch am Nachbartisch Zigarettenqualm, während andere noch auf ihr Essen warteten. Das ist nicht bloß unhöflich, sowas ist rücksichtslos.

Havelrenaturierung

Am Dienstag trafen sich etwa 70 Vertreter regionaler und überregionaler Ämter, Verbände und Institutionen zu einer Kommunalkonferenz zur Renaturierung der Havel. Für 25 Millionen Euro soll die Havel in den kommenden Jahren in einen naturnahen Zustand zurückgeführt werden. Neben naturnahem Tourismus soll das Ganze auch Auswirkungen auf Fischerei, Hochwasserschutz, Arbeitsmarktpolitik und Öffentlichkeit haben. Es handelt sich um das größte Renaturierungsprojekt an einem europäischen Fluss und soll damit auch die Region bekannter machen. Zum Beispiel sollen Altarme wieder angeschlossen werden. Damit entstehen wieder kleine Inseln. Auch die einst an vielen Stellen auzutreffenden Sandbänke soll es wieder geben sowie Schilfgürtel und Uferwälder. Das NAJU-Jugendcamp wird schon in diesem Sommer in Milow mit ersten Maßnahmen beginnen.

Internationaler Museumstag

Am 20. Mai findet der internationale Museumstag statt. Das Rathenower Optik-Industriemuseum beteiligt sich mit zahlreichen Aktionen daran. Die Organisatoren wollen mit vielfältigen Angeboten alle Altersgruppen ansprechen. Dazu gehören populärwissenschaftliche Vorträge, Führungen, Demonstrationen besonderer Geräte, optische Spielereien, kleine Experimente und vieles mehr. Grundschüler können zum Beispiel auf Schlaumeier-Safari gehen und selbstständig die Ausstellungsstationen erkunden und versuchen Fragen auf einem Zettel zu beantworten. Für die Kinder soll ein Kindertheater aufgeführt werden.

Brachymedialfernrohr

Der Rathenower Ingenieur Edwin Rolf baute von 1949 bis 1953 das größte Brachymedialfernrohr der Welt. Es ist zehn Meter lang und fast zwölf Meter hoch. Rolf stellte es auf seinem Grundstück in der Röntgenstraße auf. Seit zehn Jahren steht es auf dem Gelände der Bruno-H.-Bürgel-Schule in Rathenow-Ost. Jetzt läuft eine Studie, die klären soll, ob das Fernrohr in den Optik-Park versetzt werden kann. Dabei spielen sowohl Aspekte des Denkmalschutzes als auch die Kostenfrage eine entscheidende Rolle. Sollte es mit der Umsetzung in den Optik-Park klappen, hätte dieser einen zusätzlichen Publikumsmagneten.

Es brodelt in Europa

Vor ein paar Monaten stand Paris im Mittelpunkt der Berichterstattungen über randalierende Jugendliche, im Moment braut sich in Kopenhagen was zusammen. Es wird Zeit, sich Gedanken zu machen über ein sinnerfülltes Leben auf der Erde. Da werden Rohstoffe ohne Rücksicht auf nachfolgende Generationen bis zur letzten Reserve aufgebraucht, wird mit der Natur umgegangen, als könnten wir sie wie schmutzige Wäsche wechseln, werden Arbeitskräfte ausgebeutet bis zur Erschöpfung, während andere gar nicht erst die Chance auf Arbeit erhalten. Wenn unsere Politiker nicht bald anfangen ihre Arbeit ernst zu nehmen und wirkliche Reformen einleiten anstatt sich in sinn- und endlosen Palavern selbst zu beweihräuchern, wird es eines Tages zu spät sein für sie.

Wahnsinn auf den Straßen

Wir sind heute nach etwa acht Monaten mal wieder auf der A2 nach Hannover gefahren. Es ist ein Wahnsinn, wie viele Lkw dort unterwegs sind. Es tut mir leid, da ich ja nur Beifahrer war, dass ich mir nicht die Mühe gemacht hatte, mal eine Stunde lang die Fahrzeuge zu zählen. Wir brauchen uns doch nicht zu wundern, dass die Natur nicht mehr mitspielt. Bei den Unmengen an Abgasen, dem Dreck und dem Lärm muss den Bäumen doch das Wachsen vergehen. Warum müssen wir Joghurt und Milch aus dem Allgäu nach Brandenburg „karren“, um unsere Milchprodukte nach Hamburg und die von Schwerin nach Dresden zu bringen?

Feind noch nicht besiegt?

Seit Tagen und Nächten dasselbe: Motorenlärm, Kettenrasseln und Geschützdonnern. Und das in aller Deutlichkeit, obwohl zwischen unserem Haus und dem Truppenübungsplatz einige Kilometer Luftlinie liegen. Da brauchen wir als kleine Privatleute wohl kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn wir einmal in der Woche das Auto benutzen, um Lebensmittel einzukaufen. Die wirklichen Umweltsünder sind doch wohl anderswo zu suchen. Aber die haben ja den Segen von höherer Stelle.