Nun habe ich ja schon ein paarmal auf rücksichts- oder gedankenloses Fahrverhalten einiger Verkehrsteilnehmer hingewiesen. Mit Sicherheit gibt es sie in oder auf jeder Art von Fahrzeug. Fest steht aber auch, dass Radfahrer und Fußgänger die schwächsten Teilnehmer sind. Und so frage ich mal, warum manche der stärkeren Verkehrsteilnehmer so gedankenlos in ihren Fahrzeugen sitzen. Dazu zwei Beispiele vom gestrigen Tag: Am Vormittag fuhr tatsächlich ein Fahrschul-Pkw mit dem Fahrschüler hinter dem Lenkrad auf den Grünstreifen neben dem Parkplatz am Grünauer Fenn, um einen Fahrerwechsel vorzunehmen. Wenn also solche Unsitte heute schon während der Fahrschulausbildung praktiziert wird, braucht sich doch niemand mehr zu wundern, dass das Rowdytum immer mehr zunimmt. Der zweite Vorfall, über den ich schreiben will, passierte gegen 16 Uhr auf dem Geh- und Radweg vor der Postfiliale in Rathenow-West. Zu der Zeit fuhr ein Pkw-Kombi mit relativ hoher Geschwindigkeit im Rückwärtsgang von der Poststelle auf den Gehweg. Da macht man als Radfahrer mal wieder eine Vollbremsung. Es hätte zu der Zeit aber auch ein Kind oder ein älterer Mensch dort sein können. Die Stelle ist wirklich sehr schwer einzusehen. Und wenn Fahrzeuge auf der Straße fahren, hört man auch nicht immer, dass von dem Grundstück sich ein Fahrzeug nähert. Ich habe vor vielen Jahren von meinem Fahrlehrer immer wieder gehört: Vor dem Geh- und Radweg ist grundsätzlich zu halten. Nun frage ich, warum müssen Fahrzeuge hier überhaupt bis direkt vor die Poststelle fahren, wenn sie nicht in der Lage sind, auf dem Grundstück zu wenden um damit die Gefahr eines Zusammenstoßes schon mal gewaltig zu verringern. Schräg gegenüber befindet sich eine Tankstelle, wo man während einer Erledigung in der Post kurzzeitig sein Fahrzeug parken könnte oder in einer der angrenzenden Seitenstraßen. Kann denn niemand mehr ein paar Schritte laufen?
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Di
6
Mrz '07


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