Nun sehen wir es wieder auf den Titelseiten aller Zeitungen: Unsere Arbeitslosenzahlen werden von Monat zu Monat besser. Das müsste also bedeuten, dass immer mehr Menschen Arbeit haben, von der sie auch leben können. Gleichzeitig wird gemeldet, wo wieder wie viele Arbeitskräfte eingespart, also im Arbeitsprozess überflüssig wurden. Wenn ich dann verfolge, wie Jugendliche mit einem ordentlichen Schulabschluss und einer Berufsausbildung -zig Bewerbungen in alle Bundesländer schicken und keine Stelle finden, dann ist das mehr als deprimierend. Und es wird durch die Brandenburger Landesregierung sogar in Erwägung gezogen, die einstmals “ausgewanderten” jungen Leute wieder zurück holen zu wollen. Wozu? Jeder hätte wohl gern seine Kinder etwas näher bei sich. Aber was sollen sie hier? Wer vor Jahren wegen der Arbeit nach Hannover, München oder Hamburg ging, der kommt doch heute nicht zurück, um hier um Almosen zu betteln.
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Ins Rathenower Bauamt sind in der Nacht zu Mittwoch Einbrecher eingedrungen. Die Ermittlungen ergaben, dass die ungebetenen Gäste durch ein Dachfenster gekommen waren. Es wurden diverse Schränke und Schreibtische aufgebrochen und zwei Digitalkameras entwendet. Die Höhe des angerichteten Schadens konnte noch nicht benannt werden.
Wegen ihres guten pädagogischen Konzeptes erhielt die Premnitzer Kita “Waldhaus” kürzlich eine Auszeichnung. Nun steht ausgerechnet diese Einrichtung auf der Streichliste der Stadtveraltung, weil auch hier Einwohner- und besonders Kinderzahlen immer weiter zurückgehen. Eltern, Erzieherinnen und Kinder wollen es nicht kampflos hinnehmen und haben schon erste Protestaktionen durchgeführt. Sichtbarer Erfolg: Der Hauptausschuss hat das Konzept der Verwaltung für die Kitas der Stadt in die Fachausschüsse zurück verwiesen. So beginnt die heiße Diskussion noch mal von vorn. Dass das anders ausgehen kann als ursprünglich geplant, hat im vergangenen Jahr der Kampf um die Rathenower Grundschulen gezeigt.
Rathenow schrumpft weiter. Zum 31. Dezember 2006 lebten im gesamten Stadtgebiet einschließlich der Ortsteile 26 541 Menschen. In der Stadt direkt wohnten zum Stichpunkt 24 294 Menschen, in Steckelsdorf 815, in Semlin 501, in Göttlin 498, in Böhne 290 und in Grütz 143. In der Folge müssen noch mehr Wohnungen abgerissen werden. Hoffentlich vergisst in ein paar Jahren der Letzte nicht, das Licht auszuschalten, bevor er der Stadt den Rücken kehrt.


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