Rathenow-Blog: Das Weblog von Rathenowern für Rathenower

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Sa
18
Nov '06

Gelungene Rekonstruktion

Im Sommer wurde die Rekonstruktion des Schleusenwärterhäuschens an der Stadtschleuse beendet. Seitdem hat das kleine Haus schon viele bewundernde Blicke auf sich gezogen.

Dafür wird jetzt auf der anderen Seite der Brücke an der Uferbefestigung gebaut. Wochentags sieht man ständig Rentner, die den Baufortschritt verfolgen. Am Sonnabend kann man ungestört fotografieren.

Noch mehr Renaturierung

In der Umgebung von Möthlitz und Bahnitz werden 1.500 junge Bäume gepflanzt. Sie sollen dem Windschutz dienen. Früher gab es überall Windschutzhecken. Als in der Landwirtschaft immer größere Felder nötig wurden, um die Technik effektiv eisetzen zu können, wurden sie fast restlos abgeholzt. Bei Wind wird der leichte märkische Sandboden schnell abgetragen. Durch den Rückgang der Niederschläge in den letzten Jahren hat sich dieser Zustand noch verstärkt. So sollen die Pflanzungen von Linden, Wildbirnen, Wildäpfeln, Süßkirschen und Mehlbeeren einmal die Erosion stark eindämmen. Außerdem bieten sie vielen Vögeln und Kleintieren Lebensraum und Futterquelle.

Havelrenaturierung

In dieser Woche trafen sich Grützer Einwohner mit Rocco Buchta von der Naturparkverwaltung, um über die Renaturierung der Havel zu diskutieren. So soll sich die Havel wieder wie vor etwa zwanzig Jahren durch die Landschaft schlängeln. Dazu gehört, dass abgetrennte Altarme neu angeschlossen werden. Direkt vor dem Dorf liegt eines der bedeutendsten Wiesenvogelbrutgebiete Europas.Grütz ist eines der schönsten Dörfer an der unteren Havel, aber für Touristen wenig attraktiv, da es keinerlei Versorgungseinrichtungen im Ort gibt. Selbst die einst so beliebte Gaststätte ist schon seit Jahren geschlossen. Kurz hinter Grütz kommt man auf dem Havellandradweg an die Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt.

Eine Woche Weihnachtsmarkt

Der Rathenower Weihnachtsmarkt wird in diesem Jahr nur eine Woche dauern. Zwischen dem ersten und zweiten Advent (3. bis 10. Dezember) wird er wie gehabt auf dem Märkischen Platz aufgebaut sein. Als Grund für die Verkürzung nannte die Stadtverwaltung den mangelnden Umsatz der Händler. Sie könnten in Rathenow kein Geschäft machen. Trotzdem sollen die Besucher durch einen festlich geschmückten Platz, verschiedene Stände mit Geschenkartikeln und durch tägliche weihnachtliche Beiträge diverser Vereine und Gruppen auf das bevorstehende Fest eingestimmt werden. Am ersten Dezemberwochenende findet der traditionelle Premnitzer Weihnachtsmarkt statt. Auch der beliebte Rathenower Weihnachtswald wird nicht ausfallen. In diesem Jahr wird das Gelände der Revierförsterei Riesenbruch am 16. und 17. Dezember zum Besuch einladen. Außerdem erwartet die Rathenower noch etwas ganz Neues: Am 22. und 23. Dezember wird es eine Mühlenweihnacht auf dem Mühlengelände am Schwedendamm geben.
gelesen in der MAZ