Archiv für den Monat: September 2006

Nur zustimmende Kommentare?

Nachdem ich selbst zweimal versucht habe, den Artikel von Olaf vom 29.08.06 zu kommentieren, frage ich mich, ob bei uns immer noch nur Zustimmungen veröffentlicht werden. Ich hatte geglaubt, dass nun auch eine gegenteilige Auffassung möglich wäre. Und da ich den Argumenten im besagten Artikel überhaupt nicht zustimmen kann, will ich meine Meinung eben jetzt und hier darlegen. Ich möchte erstens daran erinnern, dass die Abgeordneten sich für den Fortbestand der Grundschule Rathenow-West entschieden hatten. Wenn es Investitionsrückstau gibt, liegt es ja wohl nicht an der Schule, sondern am Träger (also der Stadt). Gerade in West gibt es noch eine einigermaßen intakte Infrastrukur. Was ja auch vor allem junge Familien mit Kindern veranlasst hat, dort oder in den umliegenden Orten wohnen zu wollen. Womit auch schon die Aussage, dass die Schüler ausschließlich aus Rathenow-West kämen, widerlegt ist. Die Eltern, Lehrer und Schüler engagieren sich sehr stark für ihre Schule. Kita und Hort sind in der Nähe. Sollte man nach den Vorschlägen des Schreibers des genannten Artikels vorgehen, habe ich ein paar wesentlich effektivere Angebote zu machen: Es wird nur noch eine Schule für sämtliche Rathenower Schüler im Stadtzentrum geben (z.B. das leerstehende ehemalige ROW-Gebäude neben dem jetzigen Rathaus). Klassenstärken unter vierzig Schülern gibt es nicht mehr. Wem angesichts dieser Bedingungen bereits in der ersten Klasse die Lust am Lernen vergeht oder wer dann nicht mehr mitkommt, der kann ja dann in der Lernwerkstatt oder ähnlichen Projekten betreut werden. Sparen wir, koste es was es wolle.

Planziel erreicht

Am Freitagmittag wurde das Ziel der Rathenower Laga erreicht. Was am Anfang kaum ein Außenstehender für realistisch gehalten hatte, wurde bereits mehr als einen Monat vor Schluss wahr: Punkt 13.20 Uhr wurden als 350.000 Besucher Ralf Engler und seine Frau Petra aus Cottbus herzlich begrüßt. Unter den Besuchern sind natürlich viele Dauerkartenbesitzer. So hofft nun die Laga GmbH für die nächsten fünf Wochen auf viele Gäste, um auch die 400.000 noch zu erreichen. Und wenn Petrus uns einen sonnigen Herbst beschert, sollte das wohl möglich sein.

Denkmalpflegepreise 2006

Im Informationszentrum der Laga hat am Freitag Brandenburgs Kulturministerin Johanna Wanka drei Haupt- und drei Anerkennungspreise für beispielhafte Rettung von Kulturerbe vergeben. Auch wenn keiner der Preise an ein Projekt im Westhavelland ging, bot sich doch die Kulisse der Laga als Veranstaltungsort an. Die Ministerin lobte die gelungene Rekonstruktion des Torhauses auf dem Weinbergfriedhof und zeigte sich ebenfalls erfreut über den Umbau der Kunsummühle.
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Storch an der Tankstelle

Seit Tagen hält sich ein Storch an der Stechower Tankstelle auf. Das Tier ist offensichtlich nicht in der Lage, den Flug ins Winterquartier zu bewältigen. Die Vogelschutzstation Buckow will den Vogel weiter beobachten. Augenblicklich findet er noch genug Nahrung.
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Stolpersteine in Rathenow

Am Dienstag wurden Bürgermeister Ronald Seeger vier Plaketten mit den Namen von deportierten Juden übergeben. Diese „Stolpersteine“ sollen in den Gehweg vor den ehemaligen Wohnhäusern eingelassen werden. Es handelt sich dabei um Berta Blanka Kadden, die 1942 in das KZ Theresienstadt deportiert wurde und um Emmi Sinasohn und Alfred und Franziska Kornblum, die alle ins Warschauer Getto kamen. Anlass für diese Übergabe war die Gedenkveranstaltung zur Eröffnung der Rathenower Synagoge vor 80 Jahren. Überreicht wurden die Plaketten von Schülern der Oberschule, die es sich auch zur Aufgabe gemacht haben, das Schicksal von 31 weiteren Juden zu erforschen, die bis zur Nazizeit in Rathenow gelebt hatten.
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Interkulturelle Woche eröffnet

Am Freitag wurde auf der Laga-Hauptbühne die interkulturelle Woche des Landkreises eröffnet. So präsentierten sich sich unter anderem die Schüler der Förderschule für geistig Behinderte mit mehreren Beiträgen, zeigte die Gruppe „Cilindros Cantar“ ihr Können und traten die Tänzerinnen des TSV Falkensee auf. Das Tanzensemble „Fantasia“ und der Chor „Souvenier“ belebten die Veranstaltung mit internationalen Beiträgen. Auch die „Sterne des Orions“ und die Bauchtanzgruppe „Suara Nigum“ begeisterten das Publikum. Die Ausländerbeauftragte Gabriele Steidl betonte in ihrer Rede, dass das Zusammenleben mit ausländischen Mitbürgern ständig gestaltet werden muss. Diese interkulturelle Woche soll aber einmal ganz besonders auf die Sorgen, Probleme und das Leben dieser Leute aufmerksam machen. Bis zum Sonnabend soll noch eine Vielzahl von Veranstaltungen stattfinden. Gut 2.500 Ausländer leben derzeit im Landkreis, das sind gerade mal zwei Prozent der Bevölkerung. Bürgermeister Ronald Seeger sagt in seiner Ansprache, dass es wichtig sei, dass sie hier sicher leben und sich wohlfühlen können.

50. Geburtstag

Am Wochenende fand eine Festveranstaltung zum 50jährigen Bestehen der Schule am Weinberg statt. Es war die erste Schule, die nach dem Krieg neu eingerichtet wurde in Rathenow. Als Neustädtische Schule war sie bereits 1894 errichtet worden. Sie wurde aber im Krieg so stark zerstört, dass sie zunächst nicht nutzbar war. Erst am 1. September1956 wurde sie wieder für den Schulalltag übergeben. Sie erhielt damals den Namen Neue Schule. Durch die große Zahl zu unterrichtender Schüler erfolgte der Unterricht in Schichten. Im Jahr 1971 wurde die Schule in POS „Hans Beimler“ umbenannt. Im Schuljahr 1990/91 wurde die POS in die Grundschule und die Gesamtschule „Hans Beimler“ geteilt. Ein Jahr später erfolgte die Umbenennung beider Schulen auf den Namen „Am Weinberg“. Das alles erfuhren die Gäste, ehemalige Lehrer und Schüler dieser Einrichtung, während der Festveranstaltung. Von den gegenwärtigen Schülern wurde ein abwechslungsreiches Kulturprogramm dargeboten. Außerdem war eine Ausstellung zur fünfzigjährigen Geschichte zu besichtigen.
gelesen in der MAZ

Allergiker-Albtraum

In Rathenow und Umgebung ist eine Pflanze auf dem Vormarsch, die offenbar durch Vogelfutter aus Amerika eingeschleppt wurde. Es handelt sich dabei um die Aufrechte Ambrosie, auch Taubenkraut genannt. Die lateinische Bezeichnung ist Ambrosia artemisiifolia. Die Pollen dieser Pflanze sollen besonders aggressiv sein und starke Allergien und sogar Asthma-Anfälle auslösen können.
Nachdem am Donnerstag erstmals in der MAZ über diese Pflanze berichtet wurde, haben bis zum Druck der heutigen Ausgabe 18 Leser weitere Funde gemeldet. Deshalb soll heute ein Fernsehteam des RBB in Rathenow drehen und in der Abendsendung RBB.Aktuell darüber berichten. Ich hatte bereits im vergangenen Jahr ein solche, etwa 1,50m große Pflanze unter unserem Futterhäuschen im Garten und habe sie für eine wilde Hanfpflanze gehalten. Die drei von diesem Jahr sind inzwischen ausgerissen worden.