Rathenow schrumpft und schrumpft und schrumpft

Leute, die längere Zeit nicht in Rathenow waren, werden die Stadt bald nicht mehr wiedererkennen. Rathenow-Ost ist zum größten Teil abgerissen. Werden die Bruno-H-Bürgel-Schule und die Schwimmhalle wirklich überdauern? Auch im Stadtkern verschwanden und verschwinden Wohnblöcke: Bergstraße, Curlandstraße, Brandenburger, Spandauer, Havelberger, Kleine Hagenstraße, Grünauer Weg. Nun sollen auch die beiden Wohnblöcke in der Hermann-Löns-Straße, die erst vor ein paar Jahren neue Fenster und Heizung bekommen haben, abgerissen werden.
Was passiert aber mit den freien Flächen? Dort, wo einst die Altstadtschule stand, stehen jetzt ein paar kleinere Wohnhäuser. Aber das ist doch alles nichts Halbes und nichts Ganzes. Ähnlich trostlos sieht es auf der anderen Straßenseite Richtung Baderstraße, Burgstraße aus. Die Plattenbauten waren sicher teilweise keine Hingucker. Aber die Lücken, die nun überall klaffen, erinnern stark an Nachkriegswunden. Die Stadt verliert ihr Gesicht und sowas nennt man dann Stadtumbau.

4 Gedanken zu „Rathenow schrumpft und schrumpft und schrumpft

  1. Sebastian

    An sich ist es kein Verlust, wenn ein Großteil der nicht ansehnlichen Platten weg ist. Aber die Brachflächen dagegen sind auch kein Gewinn. Grünflächen mit Baumbepflanzung wäre mein Wunsch, gerade auf der großen Fläche des ehemaligen Stadtteiles Rathenow Ost.

  2. Helga Artikelautor

    Ich denke auch, dass es um Rathenow-Ost insgesamt nicht schade ist. Solche Plattenbauviertel gab es in jeder DDR-Stadt. Sie hatten kein Gesicht, auch wenn sie vielen Menschen ein relativ komfortables Zuhause geboten haben. In Rathenow-Ost wird sich früher oder später wieder Wald ausbreiten. Aber die zahllosen Lücken im Stadtgebiet sind unansehnlich und beängstigend. Es wird schwer sein, diese sinnvoll zu füllen. Man kann auch nicht überall irgendwelche Plätze gestalten.

  3. Sebastian

    Wenn die Gestaltung so sinnlos umfangreich durchgeführt wird, wie am Rathenower Stadtplatz, dann ist die Umsetzung wirklich nicht machbar. Eine einfache Grünfläche mit ein paar Laubbäumen wäre in den jetzt beängstigenden Lücken die einfachste Lösung, die für ein wenig Schatten und Natur sorgt. Zumindest wenn die Flächen nicht bebaut werden soll.

Kommentare sind geschlossen.