Ein Block ist nur noch ein Schutthaufen

Von den beiden zum Abriss freigegebenen Wohnblöcken in der Hermann-Löns-Straße ist der erste (Hausnummern 18 bis 21) nur noch ein großer Schutthaufen.

Der zweite Block (Nummern 14 bis 17)wird in absehbarer Zeit genau so aussehen. Er war im Februar 1976 an die Mieter übergeben worden. Da in der DDR Wohnraum knapp war, wurde dieser Block von mehreren Rathenower Betrieben errichtet, um die Wohnungssituation der Mitarbeiter zu verbessern. So waren das HBK (Hochbaukombinat), die PGH „J.H.A. Duncker“, der VEB Baureparaturen und wahrscheinlich auch der VEB ROW am Bau beteiligt. Die Verwaltung der Gebäude übernahm dann die Kommunalen Wohnungsverwaltung (KWV), der Vorgänger der jetzigen KWR.
In jedem Aufgang gab es acht Wohnungen. Links befanden sich Zweieinhalb-Zimmer-Wohnungen, rechts Zweiraum-Wohnungen. Eine Zweieinhalb-Zimmer-Wohnung bekamen Ehepaare erst mit einem Kind ab zehn Jahren oder mit mindestens zwei kleineren Kindern. Mit nur einem kleinen Kind gab es nur eine Zweiraum-Wohnung. Es konnte auch nicht jeder ein Eigenheim bauen, da das Baumaterial knapp war. Denen, die selbst bauen wollten, wurde entsprechend der Familiengröße die Größe des Eigenheims vorgeschrieben.