Betteln erlaubt?

Früher zogen Hausierer von Haus zu Haus und baten um ein Stück Brot oder eine Suppe. Heute flattern einem fast täglich Bettelbriefe samt Überweisungsträger ins Haus, wenn man einmal den Fehler begangen hat, helfen zu wollen. Wer im Sommer bei der Spendenaktion „Aus zwei mach drei“ zur Sanierung der Sankt-Marien-Andreas-Kirche ein paar Euro überwiesen hat, wird nun wohl regelmäßig von einer Bank aus Hannover „Vorschläge“ bekommen, was man noch alles retten könnte. Dass manch einer wirklich ein Opfer gebracht hat mit seiner Überweisung, ist in den Sphären sicher unvorstellbar.Genau so verhält es sich mit Post von SOS-Kinderdorf, die in der Vorweihnachtszeit Weihnachtskarten schicken und um Spenden anhalten. Wir helfen hier ganz konkreten Kindern in Not und wissen, dass unser Beitrag auch an der richtigen Stelle ankommt. Ich werde in Zukunft alle derartigen Briefe ungeöffnet dem Absender zurücksenden. Vielleicht schützt das vor weiteren Belästigungen.