Vorstandswahl im Kinder- und Jugendparlament

Kürzlich fand im Rathenower Kinder- und Jugendparlament die Vorstandswahl statt. Der Vorsitzende Sebastian Lodwig und und Pressesprecherin Susanne Meier wurden in ihren Ämtern bestätigt. Neu hinzugekommen sind Cäcilia Doerfling (Projekt- Management), Corrado Gursch (Polit- Sprecher), Nicole Winterfeldt (Rechnungsprüferin) und Mara Lou Broo (Schriftführerin). Zu den wichtigsten Vorhaben zählen die Jugendlichen die verstärkte Zusammenarbeit mit den Streetworkern Martin Kanitz und Thilo Windt. Dabei soll eine stärkere Vernetzung aller mit der Jugendarbeit befassten Stellen erfolgen. In den Ausschüssen der Stadtverordnetenversammlung will das KiJuPa weiter mitarbeiten und für die Havelländischen Präventionstage ein Projekt organisieren. Im Jahresprogramm stehen unter anderem die Beteiligung an der Eröffnung des Optikparks und des Hauses der Jugend, ein Beitrag zum Kindertag, der 3. Rathenower Jugendtag, das 2. Open-Air-Festival am Wolzensee und ein Camp in Brieselang.

Persönliche Anmerkung: Alle diese Vorhaben sind äußerst wichtig und lobenswert, werden aber auf Dauer nicht zum Erfolg führen, weil Jugendarbeit immer noch nicht die nötige Beachtung findet, zum Beispiel werden Schulsozialhelfer an den Schulen nur als sogenannte Ein- Euro-Jobs (wenn überhaupt noch) eingesetzt. Diese Stellen bekommen dann oft noch Leute, die vorher kaum mit Jugendarbeit zu tun hatten. Selbst bei größtem persönlichem Einsatz ist da keine erfolgreiche Arbeit möglich. Ehe ein ansatzweiser Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen aufgebaut werden konnte, ist die Maßnahme wieder abgelaufen. Außerdem erfolgte selten ein nahtloser Übergang zur nächsten bewilligte Maßnahme, sodass die Schulen dann oft ohne Helfer dastanden. Im vergangenen Jahr gab es in Rathenow nur noch zwei ABM für acht Monate auf diesem Gebiet. Vielleicht sollten die „Straßenkids“ ihre Aktivitäten vom City-Center auf die Flure des Rathauses, der Kreisverwaltung und der Agentur für Arbeit verlagern, um endlich mal beachtet zu werden. Ansatzweise läuft die Arbeit offensichtlich in und an der Skater-Halle. Dort finden die Kinder Aufgaben und Betätigungsfelder. Aber hier können natürlich längst nicht alle aufgefangen werden. Vielleicht bringt der Umzug des Hauses der Jugend mehr Beschäftigungsmöglichkeiten. Und es wäre von enormer Wichtigkeit, dass die Schulsozialarbeit endlich den gebührenden Platz erhält mit langfristig den gleichen Bezugspersonen und mit einigermaßen abgesicherten materiellen Bedingungen.