Idee für den nächsten Umbau

Das Steckelsdorfer Eiscafe erfreut sich großer Beliebtheit. An den Kennzeichen der Fahrzeuge sieht man, dass einige für ein gutes Eis eine beachtliche Strecke zurücklegen. Da kann doch wohl niemand erwarten, dass Autofahrer und Insassen vielleicht hundert oder zweihundert Meter laufen, um vom Parkplatz endlich zum ersehnten Eis zu kommen. Wie wäre es, wenn beim nächsten winterlichen Umbau (Umbau und Erweiterung finden ja sowieso fast jährlich statt) ein Drive-in eingerichtet würde? Wer nicht weiß, was damit gemeint ist: Nur eine Rabatte müsste entfernt und schon könnten Autofahrer direkt bis an die Theke vorfahren, könnten bei laufendem Motor ihr Eis in Empfang nehmen und sofort weiterbrausen.
Heute gegen 14.30 Uhr war nämlich mal wieder ein Auto (mit einheimischem Kennzeichen) fast direkt vor der Eisdiele geparkt worden, auf dem Gehweg und gleichzeitig noch drei Plätze im Fahrradständer blockierend. Wer nun denkt, dass jemand vielleicht seiner gehbehinderten Oma am Sonntagnachmittag mal einen Besuch im Eiscafe ermöglichen wollte, der irrt gewaltig. Nach einem genüsslich vertilgten Eis und einem angeregten Plausch mit Bekannten stieg ein Pärchen, das gerade aus dem Fitness-Studio zu kommen schien, ins Fahrzeug. Dem Sohnemann war noch schnell der Eisbart gesäubert worden, das Papiertaschentuch landete selbstverständlich unter dem Auto, obwohl ein Papierkorb direkt neben dem Fahrradständer ist. Die „Dame“ hätte also fast mit ausgestrecktem Arm herangereicht.

2 Gedanken zu „Idee für den nächsten Umbau

  1. frigemo

    Hallo liebe Helga, wie immer hast Du gut beobachtet. Schade, ich dachte bisher, diese oder ähnliche Marotten würde man sich nur in der Großstadt leisten. Aber die Rücksichtslosigkeit kennt keine Grenzen. Mein Erlebnis: ich gab vor geraumer Zeit einem Kraftfahrer mit herunter gekurbelter Scheibe den Hinweis, die Autotreppe würde sich auf der gegenüber liegenden Straßenseite befinden. Nach dem mir zugeworfenen Blick hätte ich tot umfallen müssen. Aber auch diese Menschen werden älter, und ich wünsche niemanden etwas schlechtes! Herzliche Grüße von Monika

  2. Helga Artikelautor

    Hallo Monika, man muss sich nur mal ansehen, welche Fahrzeuge auf den reservierten, also Behinderten vorbehaltenen, Parkplätzen abgestellt werden. Die Fahrer wissen doch, dass keine Polizeistreife zu erwarten ist. Und wenn tatsächlich eine aufkreuzen sollte, ist man schnell auf und davon.
    Ja, Gesetze und Vorschriften scheinen nicht mehr für jeden zu gelten.
    Liebe Grüße Helga

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