Entgegengesetze Entwicklung

Während das Westhavelland ständig Einwohner verliert, siedeln sich im Osten des Kreises im Speckgürtel von Berlin immer mehr Menschen an. So wuchs die Zahl der Falkenseer von etwa 22.000 im Jahr 1989 auf derzeit fast 41.000. Die Gartenstadt Falkensee gehört damit zu den am schnellsten wachsenden Kommunen des Landes Brandenburg. Sie ist die größte Stadt im Landkreis Havelland geworden.
Persönliche Anmerkung: Damit würde heute wohl die Frage nach der Kreisstadt anders ausfallen.

3 Gedanken zu „Entgegengesetze Entwicklung

  1. Cehra

    Ich würde diese „Völkerwanderung“als von der Politik befördert bezeichnen!Die Förderpolitik auf allen Ebenen ist das Problem!Mit der Parole“Arbeit gleich Wohlstand“sind die Entscheider auf jeder Verwaltungsebene beim absegnen von ,dem Arbeigeber dienenden,Prioritätenlisten fein raus gewesen.Mit „sozialverträglich“hatte dies noch nie etwas zutun.In anwendung der Formel für Arbeitsuchende „fördern und fordern“wäre es schön gewesen dies auch bei Ansiedlungen der Industrie an zuwenden.Politiker können weiter so handeln weil die Gegebenheiten(Ansiedlung im Speckgürtel) keine Alternativen mehr zulassen.Im Prinzip hat die Landesregierung mit der Entscheidung der einrichtung und erhöhten Förderung von kompetenz Zentren,die restliche Mark zum größten freilicht Museum der BRD gemacht.Wie teuer das wird zeigt die Zukunft.Toll solche Erfolge wie die BUGA 2015! Exponate sind dann der frei lebende,aber im Bestand bedrohte,märkische Landmann und seine Frau.Nichts gegen Tourismus aber Monokulturen sind anfällig!

  2. Helga Artikelautor

    Die Bevölkerungszunahme im Osthavelland hat aber wohl nicht so viel mit Industrieansiedlung zu tun als mit der Tatsache, dass viele Berliner im Umland wohnen wollen. Tatsächlich ertragreiche Wirtschaftszweige gibt es doch kaum noch. Das spielt sich ja leider nicht nur auf Kreis- oder Landesebene ab. So lange die Fördermittel fließen, wird schön eingesackt und wenn es damit vorbei ist, bekommen die kleinen Mitarbeiter einen Tritt ins Kreuz. Egal ob es sich um Nokia handelt, um Herlitz oder diverse andere „Investoren“. Wir können am Fernseher verfolgen, wie diese jetzt EU-Fördermittel einstreichen, wenn sie in Rumänien, Polen oder Litauen „investieren“ werden.

  3. schnuppe

    Die Zeche für diese tolle Förderpolitik zahlt immer der Bürger.
    Der Staat ist hoch verschuldet und leistet sich weitere Ausgaben ob Förderpolitik a la Nokia(Bochum), Chip-Fabrik (Frankfurt), Cargolifter(Brand) oder diverse Fehlplanungen von Ämter- aufgelistet vom Bund der Steuerzahler.

    BUGA 2015 ist nur ein Schein-Erfolg. Die Zeche für so viel Arroganz bezahlt wer?

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