Ehrung für Ehrenamtler

Am Mittwoch hatte Bürgermeister Ronald Seeger Ehrenamtler eingeladen und besonders Aktive geehrt. Wie schön, wenn manche noch die Zeit und die Kraft haben, sich für andere einzusetzen. Leider spart man auch dadurch wieder reguläre Arbeitsplätze ein. Bei unserer hohen Arbeitslosigkeit keine glückliche Lösung. Genau wie mal behauptet wurde, dass Ein-Euro-Jobs keinen Arbeitsplatz vernichten würden. Warum sollte ein Träger Arbeitskräfte einstellen, wenn es genug Leute gibt, die umsonst arbeiten. Außerdem bekommt der Träger von der Hartz-IV-Behörde etwa genau so viel an Verwaltungskosten für jeden Ein-Euro-Jobber, wie dieser am Monatsende ausbezahlt bekommt. Verrückt ist bloß, dass dieser noch die Fahrtkosten und andere Ausgaben selbst bestreiten muss. So verlangte die AWO z.B. von ihren Ein-Euro-Jobbern ein Führungszeugnis. Die Kosten von 13 Euro sollten die Leute erst mal auslegen. Man bekäme sie von der AWO erstattet. Nach dem Hick-Hack um die Führungsrolle im Verein können die Betroffenen auch diese 13 Euro sicher unter Verlust verbuchen. Bisher wurden sie jedenfalls nicht erstattet.

Ein Gedanke zu „Ehrung für Ehrenamtler

  1. Heinz Vogl

    Ich sehe da schon einen großen Unterschied. Ein-Euro-Jobs vernichten Arbeitsplätze. Das sehe ich auch so. Aber ohne Ehrenamtliche würde vieles nicht funktionieren.
    Hier ein Beispiel. Einer 80-jährigen Rentnerin brennt die Glühbirne durch. Sie hat keinen Kontakt zu ihren Nachbarn, kann aber ohne Gefahr auf keine Leiter steigen.
    In Regensburg ruft die Dame beim Kleinreparaturdienst (Treffpunkt Seniorenbüro Regensburg) an – und ihr wird geholfen. Es hilft ihr ein Ehrenamtlicher. Siehe auch regensburg-blog 13. und 10. November.
    Ich werde demnächst im Blog einige dieser sinnvollen Einrichtungen vorstellen.
    Heinz Vogl

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