Bangen im Havelland

Die Elbe ist übervoll. Das konnte man gestern bei Tangermünde deutlich sehen. Dort waren schon den ganzen Tag über Hubschrauber im Einsatz und warfen Sandsäcke an den besonders gefährdeten Deichstellen ab.
056
057
058
Gestern wurden an der Elbe bei Quitzöbel die Wehre geöffnet. Die Polderflächen rund um die Untere Havel werden dadurch überflutet. Diese können jedoch nicht das gesamte Hochwasser aufnehmen. Deshalb fließt nun ein Teil des Elbehochwassers in die Havel. Diese ändert dadurch die Fließrichtung. Nun bangen die Menschen im Westhavelland, denn die Havel war durch ergiebige Regenfälle im Frühjahr sowieso schon voll wie lange nicht mehr. Die Orte des Westhavellandes müssen nun mit Wassermassen aus zwei Richtungen rechnen. Einmal kommt das Elbewasser durch den beschädigten Deich bei Fischbeck und zum anderen läuft auch die Havel über.

2 Gedanken zu „Bangen im Havelland

  1. Thomas Hacker

    Stimmt, was sich derzeit an der Elbe und im Umland abspielt muss man erstmal realisieren.

    Wir sollten allerdings in solchen Foren nicht das Unglück zu tief beschreiben und uns (und die anderen) auf das Positive orientieren.

    Positiv:
    Rathenow wurde bisher von keinem Tsunami aus Sachsen-Anhalt heimgesucht – und wird es wohl auch nicht.
    Rathenow wird nicht bis zu den Dächern in der Havel versinken. Keller kann man leer pumpen.
    Wir haben tausende professionelle und freiwillige Helfer in allen Ecken und Enden der Katastrophe die sich den Ar… aufreissen. Die verdienen unsere absolute Hochachtung und unseren uneingeschränkten Respekt.

    Bleibt die Hoffnung, dass Frau Merkel und ihre Manschaft begreift, dass man nicht noch höhere und dickere Deiche braucht, sondern Flächen auf denen sich Flüsse ausbreiten können. Oder Polder, so wie einmalig in der Republik im Havelland.

  2. Helga Artikelautor

    Das Wasser bahnt sich ja immer noch seinen Weg durch das Gelände. Heute sind schon Klietz, Schönhausen und Kamern betroffen. Andererseits ist bei uns die Landschaft nicht so zugebaut und versiegelt wie in den großen Städten. Es gibt viele Felder, Wiesen und Waldflächen, die einen Teil des Wassers aufnehmen können. Und unser Sandboden ist hier nun endlich mal von Vorteil, weil er besser Wasser leitet als Lehm und Ton.

Kommentare sind geschlossen.