Jederitzer Brücke

Die Stadt Rathenow hat einen chronisch kranken „Patienten“ oder eine Baustelle mit ständiger Flickschusterei am Hals – die Jederitzer Brücke. Als sie erbaut wurde, fuhren jeden Tag eine Handvoll Fuhrwerke über diese Brücke und ein paar Last- oder Fischerkähne darunter durch.
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Dem modernen Fahrzeugverkehr ist sie längst nicht mehr gewachsen. Deshalb galt und gilt hier schon lange eine Begrenzung der Höchstlast. Anfang der 90er Jahre wurde das denkmalgeschützte Objekt rekonstruiert mit viel Aufwand und mit Kosten, die weit über dem Kostenvoranschlag lagen. Zuerst wurden Tropenhölzer für den Fahrbahnbelag verbaut, diese mussten wieder aufgenommen werden. Dann hielten die einheimischen Hölzer den Belastungen nicht stand. Also wurden doch die Tropenhölzer, da sie nun mal da waren, verbaut. Seit geraumer Zeit haben sich in dem Belag schöne Buckel und Wellen gebildet. Offenbar läuft das Regenwasser nicht richtig ab und die Hölzer quellen auf. Durch die dauernde Feuchtigkeit ist auch die stählerne Unterkonstruktion bereits stark vom Rost befallen. So gilt nun nicht mehr nur die Beschränkung der Belastung, auch die Fahrbahn wurde erneut eingeengt.
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Preiswerter wäre wohl eine dauerhafte Lösung des Problems mit einer neuen Brücke, die den Anforderungen des heutigen Verkehrs entspricht. Dieser jammervolle Anblick, den das Bauwerk in den zurückliegenden Jahrzehnten bot, hat doch wohl nichts mehr mit Denkmalschutz zu tun.

Ein Gedanke zu „Jederitzer Brücke

  1. Tute

    Diese Brücke befindet sich nicht auf dem Kurfürstendamm, sondern in einer Nebenstraße in Rathenow. Diese Brücke sieht toll aus und bremst den Durchgangsverkehr. Wenn es Problene mit dem Straßenbelag gibt, sollte man das klären. Für schlappe Bauausführung kann nur einer was,nämlich der Auftraggeber. Und den modernen Fahrzeugverkehr kannst du zum Mond schießen, jedenfalls auf der Jederitzer Autobahn.

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