Großeinsatz in Premnitz

Im Premnitzer Industriepark kam es gestern zu einem Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften. Bei Bauarbeiten in einer alten Halle war eine frühere Druckmessanlage beschädigt worden. Dabei wurden ungefähr 500 ml Quecksilber freigesetzt. Da es auf einen betonierten Boden gelaufen war, konnte es mit Sand aufgenommen und in Spezialbehälter gefüllt werden. Von einer berechtigten Entsorgungsfirma wurde es dann abtransportiert. Zur Zeit des Unglücks hatten 18 Personen der Premnitzer Arbeitsförderungsgesellschaft(AFP) in dieser Halle gearbeitet. Alle wurden vorsorglich im Rathenower Krankenhaus untersucht. Die AFP hatte vor einigen Monaten drei Hallen gekauft. Es war offenbar nicht bekannt, dass in dem Messgerät Quecksilber enthalten war. Bis zur endgültigen Klärung aller Sachverhalte bleibt die Halle geschlossen.
Quecksilber ist ein giftiges Schwermetall. Unter normalen Bedingungen ist es flüssig. Deshalb wurden früher viele Messgeräte damit befüllt. Auch Thermometer enthielten Quecksilber. Zerbricht ein solches Messgerät, rollt das darin enthaltene Quecksiber in Form winziger Kügelchen davon. Dabei werden giftige Dämpfe freigesetzt. Erste Vergiftungsanzeichen sind Schwindelgefühl, Übelkeit und Kopfschmerzen.