Es passiert auch hier

Zum Jahresende war aus verschiedenen Gegenden berichtet worden, dass Kinder aus dem Zug gewiesen wurden, weil sie keinen gültigen Fahrschein dabei hatten. Heute wurde in der Märkischen Allgemeinen über einen Sechsjährigen aus Göttlin berichtet, der vor zwei Wochen an der Otto-Seeger-Grundschule in Rathenow-West aus Versehen in den falschen Bus gestiegen war. Als das Kind bemerkte, dass der Bus nicht nach Göttlin fuhr, wandte er sich an den Busfahrer. Dieser wollte den Schüler bereits unterwegs aus dem Bus setzen. Das Kind weigerte sich. An der Endhaltestelle in Böhne musste der Kleine dann den Bus verlassen, ohne dass sich der Fahrer um ihn kümmerte. Andere Schüler nahmen ihn mit nach Hause und informierten die Mutter. Diese holte ihr Kind dann in Böhne ab.

2 Gedanken zu „Es passiert auch hier

  1. tudo bem?

    Vollkommen unverständlich!
    Wie kann ein erwachsener Mensch einen Sechsjährigen mindestens acht Kilometer von seinem zu Hause seinem Schicksal überlassen? Wie kann ein erwachsener Mensch da einfach weiterfahren, so als wüsste er nichts von dem Problem des Kindes?

    Wenn man in einem Bus sitzt, sind acht Kilometer ein Klacks aber für die kleinen Beine? Und dann die Angst die das Kind ausgestanden haben muss, einfach unvorstellbar.

    Wie gut, dass sich andere Kinder des Kleinen an der Böhner Endstation angenommen haben. Dieser Kinder haben jedenfalls unendlich mehr Verstand bewiesen als der Busfahrer.

    Wer so verantwortungslos in seinem Beruf handelt muss dafür bestraft werden. So etwas darf sich nicht wiederholen.

  2. Helga Artikelautor

    Das Verrückte ist ja, dass der Bus sicher nicht in Böhne stehen blieb. Der Fahrer hätte das Kind problemlos bis zur Schule mit zurücknehmen und dort für weitere Hilfe sorgen können. Ich erinnere mich an eine Geschichte, die vor vielleicht vier Jahren passiert ist. Da ist ein kleiner Junge im Bus nach Buschow eingeschlafen. Zum Schluss war er wohl der einzige Fahrgast. Jedenfalls hatte der Busfahrer den auf dem Sitz liegenden Knirps nicht gesehen. Kurz vor Rathenow (auf der Rückfahrt) wachte das Kind wieder auf. Dieser Busfahrer brachte jedenfalls persönlich den Jungen zur Förderschule zurück. Dadurch konnte er mit dem nächsten Bus und in Begleitung der älteren Geschwister endgültig die Heimreise antreten.

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