Es tut sich was in der Sache Offizierskasino!

Nur ist nichts Befriedigendes geplant. Heute lese ich in der Presse, sind Liegenschaft und Immobilie in den Besitz eines Menschen gelangt, dessen Absicht es ist, daraus kurzfristig und ohne viel Aufwand Kapital zu schaffen. Und das am besten mittels Abriss der „nicht erhaltenswerten“ Immobilie. Letztere Absicht wundert mich in diesen Zeiten nun nicht mehr, aber hier geht es um ein denkmalgeschütztes Gebäude! Wie um alles in der Welt kann man vor der Prüfung eines Konzeptes so eine Sache aus der Hand geben? Jeder, der sich eine Existenz mit Fördermitteln schaffen möchte und jeder Normalbürger der privat Geld über Kredit besorgen muss um die von oben auferlegten Zwänge bei der Gebäudesanierung umzusetzen, wird auf Herz und Nieren geprüft. Hauptsache man steht nicht mehr in der Pflicht und kann dann die Großzügigkeit heraushängen lassen.

Die Zerstörung von historischen Gegenständen geht auch nach dem politischen Wechsel weiter. Im und nach dem 2. Weltkrieg fielen die Denkmäler und die Prinzenvilla zum Opfer, nach 1989 waren es der Mühlendamm, die Reitställe der Zietenhusaren, der Vogelgesang und das Haus am See. Ich bin hochgradig enttäuscht, denn mir persönlich ist es am Erhalt des Gebäudes gelegen.62

5 Gedanken zu „Es tut sich was in der Sache Offizierskasino!

  1. Helga

    Ja, das finde ich auch sehr schade. Ich habe das Gebäude leider nie von innen gesehen. Sicher war es aber Anfang der neunziger Jahre nach dem Abzug der „Russen“ noch in einem erhaltenswerten Zustand. Aber schon der damalige Käufer hat auf das große Geld gehofft und lieber das Haus verkommen lassen als es zumindest zu erhalten.

  2. Sebastian

    So heißt es in dem Artikel: „Eigentümer haben Denkmale im Rahmen des Zumutbaren zu erhalten. Der Denkmalerhalt sei eine Rechtspflicht des Denkmalinhabers.“ Allerdings können Eigentümer auch beweisen, dass der Wiederaufbau wirtschaftlich nicht tragbar ist. Hat in meinen Augen den Charakter eines Freifahrtscheins für den Abriss.

    Wo liegt denn die Grenze des Zumutbaren?

    Ich bin gespannt, wie entscheidende Instanzen entscheiden werden.

  3. Thomas

    Löblicher Widerstand aus der Parteienwelt, hierbei wohl die letzte Hoffnung. Nicht unbedingt der genialste Weg, aber wenn er zum Ziel führt, bitte gern. Hoffentlich nicht nur politischer Aktionismus, denn in der Regel bedeutet das wieder Stillstand. Vielleicht entwickelt sich daraus aber auch eine Reaktionskette, so meine stille Hoffnung.

  4. Thomas Artikelautor

    Nachdem der Protestgang der JU vergangen und das stimmige Transparent leider längst nicht mehr vorhanden ist, siehe nachfolgendes Foto vom vergangenen Sonnabend, die Meinungsäußerungen auf der Loki-Webseite auch weg sind, durften die Leserinnen und Leser der Wochenendpresse erfahren, dass seitens des Mitstreiters einer größeren Partei die Wertschätzung einer geschichtsträchtigen Immobilie nicht erwünscht wird. Es drängt sich mir somit der Verdacht (!) auf, dass sich für die Stadtoberen alles zum Guten zu wenden scheint, wenn nur endlich das Haus verschwindet!?

    Gut zu lesen/wissen, dass man nicht allein mit seiner Meinung an die Öffentlichkeit geht, siehe BRAWO von heute.

    Offz.-Kasino 23. März 2013

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