Sind wir überhaupt noch zu retten?

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Was in der „Märkischen Allgemeinen“ heute zum Klimawandel veröffentlicht wird, haben doch verschiedene Experten bereits vor Jahren vorhergesagt. Auch dem naivsten Laien müsste inzwischen aufgefallen sein, dass wir in den letzten fünfzehn oder noch mehr Jahren von Mai bis September kaum nennenswerte Niederschläge hatten, dass in den Sommern Temperaturen über dreißig Grad zur Normalität geworden sind, dass viele Winter eher einem Herbst oder Frühling glichen. Ich fürchte, der Prozess der Versteppung unserer Landschaft lässt sich nicht mehr aufhalten, von rückgängig machen ganz zu schweigen. Wenn ich jetzt beobachte, dass täglich viele, viele Schwerlaster mit Holz Richtung Stendal fahren, um aus Jahrzehnte alten Bäumen Papier herzustellen, packt mich die Wut. Wie kann es sein, dass wir derart mit den Schätzen der Natur umgehen! Die Wälder, die wir jetzt vernichten, werden nie wieder nachwachsen. Die Klimaveränderung wird das Wachsen neuer Bäume stark erschweren. Es wird nicht genug Wasser während der Wachstumszeit im Sommer vorhanden sein, um sie gesund und stark heranwachsen zu lassen. Stürme (wie in den letzten Wochen oft erlebt) werden den jungen Bäumen den Rest geben. In dem umherliegenden Totholz finden Borkenkäfer und Co. paradiesische Verhältnisse vor. Wenn dann noch die Flüsse,die vom Süden her unsere Gewässer mit Nachschub versorgen sollen, zum Auffüllen von Tagebaulöchern abgefangen werden, kommt hier bald kein Wasser mehr an. So wird unser märkischer Sandboden, wie in den letzten Sommern oft zu beobachten war, bei jedem stärkeren Wind auf Wanderschaft gehen. Und dann braucht man für das obige Foto keine Montage mehr zu erstellen. Dann wird das traurige Wiklichkeit sein.