DRK-Blutspendedienst bekommt Konkurrenz

Heute bekam ich meine Erinnerung an den regulären Blutspendetermin in Rathenow. Viele Jahre zapfte der DRK-Blutspendedienst den roten Lebenssaft im Märkischen Haus ab, dem Domizil der Volkssolidarität. Vorher fanden die Aktionen im Gebäude des DRK in der Forststraße statt. Dort waren die Bedingungen für Spender und Personal eher eine Zumutung als zumutbar. Auch in verschiedenen Abteilungen des Paracelsuskrankenhauses war schon die Blutspende durchgeführt worden. Nachdem die Volkssolidarität vor wenigen Monaten ein neues Gebäude am Fr.-Ebert-Ring bezogen hat, wurden zuletzt auch die Blutspender dort zur Ader gelassen.
Um so mehr wunderte ich mich, dass auf meiner Einladung heute stand: Neuer Spendenort ist das Gebäude der Lebens-, Alters- und Behindertenhilfe in der Schopenhauerstraße in Rathenow. Wenige Stunden später klärte sich jedoch die Sache auf: Mit der wöchentlichen Flut an Werbeprospekten flatterte mir auch eine Einladung zur Blutspende ins Haus. Dieses Mal vom Haema Blutspendedienst. Dieser wird ab sofort an jedem zweiten Freitag im Monat von 15.00 bis 19.00 Uhr in Rathenow Blut abnehmen. Im Unterschied zum DRK wird Haema aber eine Aufwandsentschädigung zahlen. Das DRK hat seit der Wende in Rathenow nur noch unentgeltliche Spenden angenommen.
Vielleicht werden so doch noch ein paar potenzielle Spender aus der Reserve gelockt und die Blutspendedienste können einige Konserven auf Vorrat halten. Da das Blut vor der Weitergabe an den Empfänger gründlich untersucht wird, denke ich, dass die Kranken keine Angst zu haben brauchen. In Universitätsstädten wie Greifswald wurde auch nach der Wende für eine Blutspende bezahlt. Das veranlasste natürlich viele Studenten zum Spenden. Warum soll man also gesunden Leuten in Rathenow oder anderswo nicht auch einen Obolus zahlen und damit für höhere Spenderzahlen sorgen?

2 Gedanken zu „DRK-Blutspendedienst bekommt Konkurrenz

  1. DJ

    Heißt es nicht:“ Viele Jahre zapfte der DRK-Blutspendedienst den roten Lebenssaft ab“?

  2. Helga Artikelautor

    Danke für den Hinweis. Ich hatte den Satz zunächst mit: Seit vielen Jahren… begonnen. Dadurch ist das N dann stehen geblieben.

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